Stresemann-Lecture 2022 der Gustav-Stresemann-Stiftung

08.12.2022 - in der Universität Bonn, Hörsaal 1 (Seminarnummer 1/318/22)

Seit 2018 führt die GSI Gustav-Stresemann-Stiftung einmal jährlich eine sogenannte "Stresemann-Lecture" durch, die dem Erbe Gustav Stresemanns gedenken soll, der als Außenminister der Weimarer Republikgemeinsam mit seinem Amtskollegen Aristide Briand für die Aussöhnung mit Frankreich 1926 den Friedensnobelpreis erhielt.

Ein*e prominente*r Redner*in gibt in diesem Rahmen einen Vortrag zum Thema "Europa", in dem Historie, aktuelle Politik und auch Visionen für die Zukunft ihren Platz finden.

Dieser Vortrag findet dieses Jahr am 08. Dezember, ab 19.00 Uhr im Hörsaal 1 der Universität Bonn statt. Dies ist nahe des Jahrestages, an dem das schwedische Nobelpreiskomitee bekanntgab, dass Stresemann und Briand den Preis erhalten sollen.

Kooperationspartner sind die Universität Bonn, CERC (Centre Ernst Robert Curtius) und das Institut Français Bonn.

Die diesjährige Lecture wird Prof. Hans-Ulrich Gumbrecht (Stanford University) halten.

Als vielfach ausgezeichneter, im deutsch-französischen Kontext bewanderter und international denkender Wissenschaftler steht er für eine kritische Betrachtung der Gegenwart.
In dem Vortrag im Rahmen der Stresemann-Lecture wird er sich der europäischen Idee annehmen. „Europa" - Eine alternde Utopie – so der Titel der Reflexion über Vergangenheit, Gegenwart und der Zukunft Europas. 
Gumbrecht trifft dabei einen besonderen Ton: „Von Europa als Projekt nicht im Ton substantieller Hoffnung oder gar Euphorie zu reden, gilt unter intellektuellen und gebildeten Zeitgenossen des alten Kontinents [aber auch Nordamerikas] bis heute parteienübergreifend als ein Symptom schlechten politischen Geschmacks. Einzelne Maßnahmen oder Institutionen, die auf dem Weg zu diesem Projekt entstanden sind, werden zum Gegenstand der Diskussion und der Kritik, aber die Hoffnung auf einen neuen, gerade strahlenden Status des historisch alten Kontinents soll bestehen bleiben. Zugleich macht sich eine europäische Müdigkeit und eine außereuropäische Ungeduld gegenüber dem Projekt breit, die in der Öffentlichkeit weitgehend eingeklammert werden.“

In welchem Zusammenhang sind diese Müdigkeit und diese Ungeduld entstanden? Machen sie das Projekt Europa als weiter zu entwickelnde Option auf die Zukunft obsolet?  Oder geht es nur um Anlässe, bereits entstandene Strukturen einer Revision zu unterziehen? Dies sind, offene und deshalb ernsthafte, Fragen, die der Stresemann-Vortrag des 8. Dezember 2022 stellen wird.

Der barrierefreie Zugang zu allen Bildungs-Angeboten ist dem GSI ein wichtiges Anliegen. Je nach Bedarf wird eine individuelle Lösung für Teilnehmer*innen und Referent*innen gefunden

       

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