Europa strauchelt – Was machen die Medien? II. Deutsch-Französische Medienfachtagung

04.06.2019 - 04.06.2019 in Bonn (Seminarnummer 5/403/19)

Die Lage in Europa ist kompliziert. Ob Brexit, mangelnde Vertragstreue oder Populismus – die europäische Politik muss komplexe Probleme bewältigen. Wie begleiten die Medien diesen Prozess?

Gibt es schon eine genuin europäische Öffentlichkeit? Welche Bilder machen wir uns von unseren Nachbarn? Am Beispiel des deutsch-französischen Verhältnisses diskutieren wir über Stereotype, die gemeinsame Geschichte und neue Mythen. Mit dabei: PreisträgerInnen des deutsch-französischen Journalistenpreis.

Tages-Moderation
Patrick H. Leusch, Head Europaen Affairs, Deutsche Welle

14.00 Uhr - 14.45 Uhr
Begrüßung

Dr. Ansgar Burghof, Direktor und Vorstand,
Gustav Stresemann-Institut e.V.

Keynote

Michael Thieser, Geschäftsführer des Deutsch-Französischen Journalistenpreises (DFJP)

14.45 Uhr - 15.45 Uhr
Forum 1: Die Europawahl im Spiegel der Berichterstattung und als Gradmesser für die demokratische Debatte.

Welche Themen spielten bei der Europawahl eine herausgehobene Rolle? Und wie wurde in den deutschen wie französischen Medien über sie berichtet? Wurden die politischen Initiativen der Regierungen in den jeweiligen Nachbarländern überhaupt wahrgenommen? Verfügen die
Bürgerinnen und Bürger über einen gemeinsamen Reflektionsraum, gemeinhin europäische Öffentlichkeit genannt? Welche Chancen hatte die faire Auseinandersetzung? Die Podiumsgäste diskutieren über die Wahlkampagne und die Erwartungen an das neue Parlament.

Dr. Landry Charrier, Leiter Institut français Bonn, Attaché für Hochschulkooperation der französischen Botschaft
Isabelle Maras, Internationale Expertin zur Unterstützung der Außen- und Partnerschaftsbeziehungen, Deutsch-Französische Hochschule
Änne Seidel, Deutschlandfunk, DFJP-Preisträgerin für „Wo Bilder von Freund und Feind verschwimmen“
Prof. Dr. Guido Thiemeyer, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

15.45 Uhr Kaffeepause

16.00 Uhr - 17.15 Uhr
Forum 2: Qualität ja bitte! _ aber auch im Netz.

Nie war es einfacher, sich über die Grenzen hinweg zu informieren. Aber nie war es auch leichter, Halbwahrheiten und Verleumdungen zu verbreiten. Schon werden europäische digitale Plattformen
gefordert, um der populistischen bzw. einseitigen Propaganda, die über die bekannten Anbieter verbreitet wird, Einhalt zu gebieten. Wie prekär ist die Lage online? Welche neuen Chancen entstehen durch die digitalen Arbeitsmethoden? Ist das Web eigentlich der beste Ort, um die Vielfalt, Kultur und Werte einer offenen europäischen Gesellschaft zu vermitteln?

Dr. Mario Anastasiadis, Medien- und Kommunikationswissenschaft, Universität Bonn, Wissenschaftlicher Koordinator und Geschäftsführer des Forschungsverbundes NRW Digitale Gesellschaft
Donatien Huet, Redakteur Mediapart, Paris, DFJP-Preisträger für „Steigende Meere“
Lena Kronenbürger, Freie Autorin, Chefredakteurin 42 Magazine

17.15 Uhr - 18.15 Uhr
Forum 3: Die Rolle des Journalismus in der europäischen Krise

Meinungs- bzw. Pressefreiheit gehören zu den Grundwerten, die konstitutiv sind für europäische Demokratien. Fällt den Medien eine Schlüsselrolle zu, wenn es gilt, daran zu erinnern, dass diese Werte auch den Zusammenhalt in Europa garantieren? Ist es angesichts der komplexen Struktur der Europäischen Union, ihrer Vielsprachigkeit und den unterschiedlichen kulturellen wie gesellschaftlichen
Strukturen unabdingbar (und noch wichtiger als im Kontext der jeweiligen Mitgliedsstaaten), dass die Medien so zur Schaffung einer gemeinsamen europäischen Identität beitragen? Europäische
Journalist/innen diskutieren über ihr Berufsverständnis und ihre Arbeitsbedingungen in den jeweiligen Nachbarländern.

Birgit Holzer, Frankreich-Korrespondentin
Claus Josten, TV- und Radio-Autor, Kulturberater, DFJP-Preisträger für „Galeeren-Rap“
Michael Thieser, Geschäftsführer des Deutsch-Französischen Journalistenpreises (DFJP)

18.15 Uhr - 19.00 Uhr
Fazit der Foren

Dr. Ansgar Burghof, Direktor und Vorstand,
Gustav-Stresemann-Institut e.V.

Gemeinsames Abendessen

19.30 Uhr - 22.00 Uhr
Filmabend

Les Klarsfeld, chasseurs de ténèbres“, ein Film von Karine
Comazzi & Patrice Brugère (France 2), DFJP-Preisträger
mit Karine Comazzi

Der Film „Les Klarsfeld, chasseurs de ténèbres“ erzählt die Geschichte und veranschaulicht den Kampf von Beate und Serge Klarsfeld, einem deutsch-französischen Ehepaar, das sich dreißig Jahre lang der Jagd auf Nazi-Kriegsverbrecher und Vichy-Mitarbeiter widmete, die für die Deportation von 76.000 Juden in Frankreich verantwortlich waren. Beate und Serge Klarsfeld werden im Juli 2019 den Großen Deutsch-Französischen Medienpreis in Paris verliehen bekommen.

Anmeldungen bitte bis zum 31.5.2019 hier über das Formular.
Kosten: 40 Euro, ermäßigt für Studierende 20 Euro (inkl. Abendessen)

Tagungssprache: deutsch

Ansprechpartnerin:
Anne Schulz, Referentin
Tel. 0228 81 07 190
E-Mail: a.schulz@gsi-bonn.de

 

Sekretariat der Geschäftsleitung - Frau Kristina Hoerle

Telefon: +49 228.8107-191
E-mail: k.hoerle(at)gsi-bonn.de

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Chefsekretärin

Contact: Monika Zimmermann

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