14. Nahost-Talk: „Jemen - eine verdrängte Tragödie“

27.05.2021 - 27.05.2021 in Bonn (Seminarnummer 5/54/21)

In Kooperation mit der Deutschen Initiative für den Nahen Osten (DINO) veranstaltet das GSI regelmäßig Diskussionsrunden zur aktuellen Situation in der Region.

Der Krieg im Jemen gehört, obwohl er dramatische Folgen für Millionen von Menschen hatte und hat, zu den vergessenen Tragödien unserer Zeit. Die Konflikte zwischen einzelnen Bevölkerungsgruppen werden durch Militärhilfe, Waffenlieferungen und die politischen Interessen von externen Akteuren weiter verschärft; der Bürgerkrieg gilt so auch als Stellvertreterkrieg.

Nach wie vor hängen die Ursachen und die Verläufe der Krisen und Kriegen im Nahen und Mittleren Osten eng miteinander zusammen. Von Jemen aus nördlich über Saudi-Arabien, Israel und Palästina, Syrien bis zum Libanon, östlich bis Iran und westlich bis Libyen wüten zumeist Stellvertreter-Kriege, deren Opfer im Inland leben, deren Betreiber und mögliche Gewinnler allerdings größtenteils geopolitische Interessen verfolgen. Und zudem oft religiöse. In die Schlagzeilen geraten die Konflikte in Corona-Zeiten weniger als zuvor. Obwohl die Pandemie die Lage dieser Regionen zusätzlich belastet.

 

Der Nahost-Talk diskutiert die aktuelle Lage und fragt, welche Wege es überhaupt zu einer Befriedung des Konfliktes gibt. Wie sieht eine konstruktive Rolle der Bundesrepublik und der EU aus, um die Menschen im Jemen und zivilgesellschaftliche Kräfte zu unterstützen? Was kann getan werden, um die Tragödie, von der nicht zuletzt auch Millionen Kinder betroffen sind, zu beenden?

 

19.00 Uhr Begrüßung und Einführung ins Thema

Wilfried Klein, Geschäftsführender Vorstand des Gustav-Stresemann-Institut e.V.

Prof. Jürgen Bremer, Deutsche Initiative für den Nahen Osten (DINO)

 

Podium „Jemen - eine verdrängte Tragödie“

mit

Dr. Said AlDailami, Staats- und Islamwissenschaftler, Hanns-Seidel-Stiftung, Autor des Buches "Jemen. Der vergessene Krieg"

Sevim Da?delen, Mitglied des Deutschen Bundestages, Obfrau der Fraktion Die Linke im Auswärtigen Ausschuss

Dr. Mathias John, Ehrenamtlicher Vorstand von Amnesty International

Adnan Tabatabai, Geschäftsführer, CARPO - Center for Applied Research in Partnership with the Orient e.V.

Angefragt ist: Christoph Heusgen, Ständiger Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen.

 

Moderation: Thomas Nehls, Journalist

Anschließend: Austausch mit dem Publikum

 

Die Veranstaltung findet in Übereinstimmung mit den dann geltenden Coronaschutz-Regeln statt. Zurzeit ist eine Online-Veranstaltung geplant.

Das Seminar beginnt um 19.00 Uhr.

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