17. Nahost-Talk: Katar, Iran, Jemen - Wie fern ist der Nahe Osten

24.11.2022 - in Tagungszentrum des GSI (Seminarnummer 5/56/22)

Zum Problem von wertegeleiteter Außenpolitik in Krisenzeiten

Hybride Veranstaltung des Gustav-Stresemann-Instituts e.V. für interessierte Bürger/innen und Multiplikator*innen, in Kooperation mit der Deutschen Initiative für den Nahen Osten (DINO)


Die Proteste im Iran zeigen, dass breite Kreise der Bevölkerung - und allen voran die Frauen – mit der Religionsdiktatur nicht einverstanden sind und Freiheitsrechte einfordern, die in Europa selbstverständlich sind. Trotz großer Solidarität, die weltweit bekundet wurde, erscheint die europäische Außenpolitik jedoch zögerlich. Auch bei anderen Krisen und Konflikten ist die europäische Stimme zurzeit nur leise zu hören.  Dazu zählen u. a. die offenen Menschenrechtsverletzungen im WM-Gastgeberland Katar oder die Beteiligung von Saudi-Arabien an dem mörderischen Krieg im Jemen.  Der Krieg gegen die Ukraine und die damit verbundenen (Energie-)Probleme stellen westliche Politiker offen vor die Frage, welches Gewicht wirtschaftliche Interessen haben dürfen, wenn Menschenrechte bedroht sind. Der Anspruch einer wertegeleiteten Außenpolitik steht auf dem Prüfstand.

Begrüßung und Einführung ins Thema
Wilfried Klein, Leiter des Gustav-Stresemann-Institut e.V,
Karl-Heinz Reinartz, Deutsche Initiative für den Nahen Osten (DINO)

Impuls
Avi Primor, Publizist und ehemaliger Botschafter Israels in der Bundesrepublik
Jürgen Hogrefe, Journalist, Präsidiumsmitglied der Ghorfa, Arabisch-Deutschen Handelskammer

Podiumsdiskussion
Elmar Brok, Europa-Politiker, langjähriges EVP-Mitglied im EU-Parlament
Dr. Sumaya Farhat-Naser, Friedenspädagogin und Frauenrechtlerin aus Palästina
Marcel Pott, Journalist, Nahost- und Islam-Experte
Mina Khani, Publizistin

Moderation: Thomas Nehls, Journalist

Der Nahost-Talk diskutiert mit internationalen Expert*innen, ob die europäische Politik den aktuellen Krisen und Kriegen im Nahen Osten gerecht wird.  Debattiert wird, welche Forderungen die Zivilgesellschaft an die europäische Außenpolitik stellt. Der russische Angriff auf die Ukraine hat gezeigt, dass eine friedliche Koexistenz, die Annäherung durch wirtschaftliche Kooperation, nur sehr begrenzt erfolgreich ist, solange Diktatoren und autoritäre Machthaber letztlich ihre eigene Agenda, die immer auf Machterhalt und Unterdrückung ausgerichtet ist, verfolgen. Ist also die Verteidigung der Menschenrechte weltweit letztlich der beste Schutz auch für den Frieden in Europa?, das fragt der Nahost-Talk.

Da diese Veranstaltung in hybrider Form stattfindet, bitten wir Sie bei Ihrer Anmeldung unter dem Punkt "Bemerkung" anzugeben, ob Sie online oder in Präsenz an der Veranstaltung teilnehmen möchten, vielen Dank!

Der barrierefreie Zugang zu allen Bildungs-Angeboten ist dem GSI ein wichtiges Anliegen. Je nach Bedarf wird eine individuelle Lösung für Teilnehmer*innen und Referent*innen gefunden (www.gsi-bonn.de/barrierefrei)

BNE-Icon 16: Frieden, Gerechtigkeit und Starke Institutionen




Tagungssekretariat GSI – Frau Ariane Limbach

Telefon: +49 228.8107-187
E-mail: ar.limbach(at)gsi-bonn.de

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