Ewig gestrig - ewig neu, Antisemitismus, das verkannte Problem

17.08.2020 - 21.08.2020 in Bonn (Seminarnummer 5/52/20)

Seminar des GSI für politisch interessierte Erwachsene. Die Veranstaltung wird die Voraussetzungen der Bundesländer Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Saarland für Bildungsurlaub/Bildungszeit nach Bewilligung erfüllen.

Spätestens nach dem Attentat in Halle lautet die bittere Erkenntnis: Der Antisemitismus ist in der Bundesrepublik keinesfalls überwunden. In Teilen der Bevölkerung werden antijüdische Vorurteile werden immer noch gepflegt. Jüdische Bürger/innen müssen Angst haben, wenn sie auf der Straße, in der Öffentlichkeit, durch Kippa oder Davidstern identifiziert werden können. Zu dem „alten“ Antisemitismus, der den jüdischen Opfern eine Mitverantwortung an der Shoah zuschiebt, gesellen sich „neue“ Stereotype, die etwa alle jüdischen Deutschen für die israelische Politik haftbar machen.      
Wieso aber halten sich diese antijüdischen Einstellungen so hartnäckig, wieso radikalisiert sich der Hass bis hin zu Mordanschlägen? Welche Rolle spielen digitale Plattformen bei der rassistischen Propaganda? Und vor allem: was lässt sich dagegen tun? Das Seminar greift – im Rahmen eines Bildungsurlaubs - diese Fragen auf.

Themen des Seminars:

•    Diskriminierung: Alltag oder Ausnahme?
•    Rassismus, Antisemitismus, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit - Begriffsbestimmung
•    Geschichte  des Antisemitismus
•    Berthold Finkelstein: von der Zwangsarbeit zur politischen Bildung - Stationen einer Biografie
•    Erfahrungen jüdischer Bürger/innen heute
•    Besuch der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus (ibs) im NS-Dokumentationszentrum
•    Hasskriminalität, politisch motivierte Kriminalität und Polizeialltag
•    Die anti-sozialen Netzwerke und der hate speech / Neue Plattformen für Antisemitismus
•    Besuch der NS-Dokumentation Vogelsang /Indoktrination und männliche Rollenvorbilder
•    Die neuen Rechte: im Parlament und auf der Straße
•    Antisemitismus: Vor Ort, im Betrieb, in der Familie
•    Wie umgehen mit antisemitischen Übergriffen? Was kann jede und jeder gegen menschenfeindliche Ideen, Äußerungen, Angriffe unternehmen?

In der Seminargruppe werden persönliche Erfahrungen mit Rassismus, Antisemitismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit reflektiert und Strategien erarbeitet, wie Diskriminierung im Alltag, vor Ort, im Beruf und Familien- und Bekanntenkreis, adressiert und verhindert werden kann.

Das detaillierte Seminarprogramm wird im März 2020 veröffentlicht.

Tagungssekretariat GSI - Frau Jennifer Hoppenstock

Telefon: +49 228.8107-171
E-mail: j.hoppenstock(at)gsi-bonn.de

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