Rückblick Kooperationsveranstaltung: „15 Jahre Bonner Netzwerk für Entwicklung – Gemeinsam engagiert für eine gerechte Zukunft!“
Am Donnerstag, den 9. Juli hat das Bonner Netzwerk für Entwicklung im Gustav-Stresemann-Institut 15-jähriges Jubiläum gefeiert. Neben einem kurzen Rückblick standen für die knapp 100 Gäste vor allem Gegenwart und Zukunft entwicklungspolitischen Engagements im Fokus.
Seit seiner Gründung 2011 vereint das Bonner Netzwerk für Entwicklung unterschiedliche Akteure aus Zivilgesellschaft, Kommune, Kirche und Wirtschaft in ihrem Engagement für nachhaltige Entwicklung und fungiert als wichtige Schnittstelle für lokale Vernetzung und Zusammenarbeit; auch das GSI ist Mitglied im Netzwerk.
Anlässlich des 15-jährigen Bestehens luden das Netzwerk politik|atelier e.V. als Träger der Koordinationsstelle in Kooperation mit dem Gustav-Stresemann-Institut zu einer Netzwerk- und Diskussionsveranstaltung.
Obgleich die Entwicklung des Verbands mit inzwischen 100 Mitgliedsorganisationen eine Erfolgsgeschichte ist, lag der thematische Schwerpunkt des Abends nicht auf der Vergangenheit. Angesichts zunehmender Herausforderungen in der Entwicklungsarbeit auf gesellschaftlicher, nationaler und internationaler Ebene, lag der Fokus auf dem Blick nach vorn und der zentrale Frage: Wie können wir mit den Herausforderungen umgehen und auch in Zukunft eine gerechtere Welt schaffen?
Einen Überblick über die geänderten Rahmenbedingungen in der globalen Entwicklungspolitik lieferte zunächst die Keynote von Prof. Dr. Stephan Klingebiel vom Bonner Institute for Development and Sustainability (IDOS). Seine pointierte Analyse beleuchtete geopolitische Interessen, das neue Selbstbewusstsein in Ländern des „Globalen Südens“ und mögliche Szenarien multilateraler Entwicklungszusammenarbeit.
Im Anschluss diskutierte ein hochkarätig besetztes Panel aus Zivilgesellschaft, Kommunalverwaltung und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zusammen mit dem Publikum die Auswirkungen einer derart komplexen Weltlage und den Umgang damit auf lokaler Ebene. Besonders herausgehoben wurde dabei immer wieder die Netzwerkarbeit und die besondere Bedeutung von Kooperation und gemeinsamen Handelns. Der Tenor der Diskussion: Keine Verzweiflung, sondern „Jetzt erst recht!“
Der Einladung für weiteren Austausch beim feierlichen Empfang folgten die knapp 100 Gäste gerne und ließen den Abend bei sommerlichen Temperaturen entspannt ausklingen.